Radiästhesie

Das Wort Radiästhesie enthält die Wörter Radius (der Strahl) und Ästhesie (Fühligkeit, im Gegensatz zu Anästhesie mit ihrer Bedeutung „Unempfindlichkeit“).
Jedes Lebewesen ist strahlenfühlig (und feldfühlig, z.B. Magnetfeld), sonst hätte es in den vielen Jahrmillionen kein Überleben gegeben: Der Baum dreht und krümmt sich und prägt seine Äste nach nur einer Seite aus, dorthin, wo das Defizit seines Standortes energetisch ausgeglichen wird. Das Wüstentier findet rechtzeitig eine überlebenswichtige Wasserstelle. Der Hund lässt sich dort nieder, wo es ihm gut geht und meidet andere Stellen (an denen sich eine Katze wohl fühlen würde). Der Bauer wusste, an welcher Stelle er den Brunnen zu bohren hatte, und an welchem Platz er den Stall auf gar keinen Fall bauen durfte.
Durch die Abkehr von der Natur nach erfolgter „Aufklärung“, die anerzogene Dominanz des Verstandes und die rein materiellen Sichtweisen der modernen Gesellschaften ist die natürliche Fühligkeit bei den Menschen verschüttet worden. Der Ureinwohner spürt noch das kommende Unheil einer Tsunamiwelle, der Urlauber ist eher geneigt, ihr entgegen zu laufen. Der zivilisierte Mensch beachtet auch die Unruhe der Tiere Stunden vor einem Erdbeben oder Vulkanausbruch nicht mehr.
ie verschüttete Fähigkeit ist aber noch tief im unserem Innern verwurzelt. Wir können uns an sie erinnern, sie hervorholen und kultivieren. Um die Wirkung des Gefühlten via Hirn, Nerven und Muskelreaktionen sichtbar zu machen, benötigen wir Werkzeuge, quasi als Muskelverlängerung. Es sind Pendel, Wünschelrute, Einhandrute, Suchstäbe, Lecherantenne, H3-Antenne.
Mit ähnlichen Werkzeugen haben die alten Ägypter, die chinesischen Kaiser, die mittelalterlichen Erzsucher gearbeitet und arbeiten einige Brunnenbauer heute noch, die in Trockengebieten nach Wasser suchen. Sie muten mit der Rute sogar die Tiefe, die vorhandene Menge, die Qualität, die Fließgeschwindigkeit und Richtung. Erst danach wird das teure und schwere Bohrequipment herangeschafft und installiert. Die Trefferquote beträgt über 97 %!
Einer der ältesten Radiästheten, der „aktenkundig“ geworden ist, war Moses. Die Bibel berichtet, wie er mit einem Stab an einen Felsen schlug und das Wasser hervorsprudelte. Dies aus der Sicht seiner Augenzeugen. In Wirklichkeit suchte Moses nach Wasser für sein Volk, indem er eine Stabrute in bestimmter Weise über Zeigefinger und Daumenwurzel gelegt hatte. Wie Versuche gezeigt haben, funktioniert solch ein Werkzeug auch heute noch.
Der Mensch als empfindlichstes Messinstrument (Herrn Goethe sinngemäß zitiert) kann unterirdische Wasserläufe spüren, Erdverwerfungen, geologische Brüche, verschiedene Gitternetze, Höhlen, energetisch abbauende oder aufladende Stellen. Er kann die Reizeinheiten über dem Bettplatz ermitteln, die Bovis-Einheiten vor einem Altar oder den Reaktionsabstand zu einer heiligen Quelle (die rechtszirkulare Ausstrahlung, die Lebendigkeit des Wassers). Er kann sogar Mobilfunkstrahlung und elektrischen Strom orten, wenn er sich darauf eicht.
Der Mensch kann eine Unterversorgung der Raumluft mit Negativ-Ionen herausfinden. Er kann mit dem Pendel im Supermarkt feststellen, ob die Tomaten belastet oder genießbar sind. Er kann Anomalien im Erdmagnetfeld spüren. Er spürt Föhn-Wetter (sogar ohne Rute, „nur“ mit Kopfschmerzen). Er kann auspendeln, ob die Feldsteine einer alten Kirchenmauer außen den Pluspol haben oder nicht. Er kann sich zur Unterstützung Teströhrchen anlegen oder ein Bioresonanzgerät einsetzen, wenn er die Frequenzen kennt. Vieles davon kann professionellen Skeptikern gegenüber durch technische Messinstrumente bewiesen werden (Voltmeter, Hochfrequenz-Messinstrumente, Geomagnetometer, Szintillationszähler, Geigerzähler, Hautwiderstands-Messgeräte, Blutdruckmessgerät, EEG, Dunkelfeld-Mikroskopie). Etwas aufwendiger ist es, einfach ein Loch zu bohren und nachzuschauen, ob das Wasser auch wirklich da ist!